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22.06.2015, 14:57 Uhr
Bernhard Jagoda im Alter von 74 Jahren gestorben
Trauer um einen Parteifreund
Der ehemalige Präsident der Bundesanstalt für Arbeit und frühere Landtags- und Bundestagsabgeordnete Bernhard Jagoda ist am 19. Juni 2015 im Alter von 74 Jahren verstorben. Für Bernhard Jagoda war sein politisches Handeln als Abgeordneter des Hessischen Landtags und des Deutschen Bundestages, als Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie als Präsident der Bundesanstalt für Arbeit durch seinen Glauben als katholischer Christ und durch eine besondere sozialpolitische Verantwortung geprägt“, so der CDU-Kreis- und Bezirksvorsitzende Bernd Siebert MdB. „Die Interessen seiner Mitmenschen, seine freundliche und verbindliche Art hinterlassen bleibende Spuren. Der Tod von Bernhard Jagoda ist für uns, aber auch die Menschen in unserer Region ein großer Verlust. Seine vielfältigen Verdienste und Ehrungen, unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, bezeugen, mit wie viel Engagement, Leidenschaft und Erfolg er sich für sein Land und seine Heimat eingesetzt hat.“

Über 50 Jahre war Bernhard Jagoda Mitglied der Christlich Demokratischen Union. Sein beruflicher Weg führte ihn von der Verwaltung seiner Heimatstadt Treysa im Jahr 1970 in den Hessischen Landtag, wo er sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion war. Schon hier hat er sich einen großen Namen unter Fachpolitikern gemacht. 1980 wechselte er dann als Abgeordneter in die Bundespolitik. Auch hier wirkte er in der Fraktionsführung als sozialpolitische Sprecher mit. 1987 wurde er Mitglied der Bundesregierung als Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium. In den Jahren der Wiedervereinigung erwarb Bernhard Jagoda sich hervorragende Verdienste. In zäher und beharrlicher Arbeit gestaltete er den sozialstaatlichen Teil des Einheitsvertrages. Nicht zuletzt aufgrund seines Verhandlungsgeschicks gelang es, binnen kurzer Zeit eine gegliederte Sozialversicherung auch für die neuen Bundesländer aufzustellen. Mit Recht wurde er Baumeister der sozialstaatlichen Einheit Deutschlands genannt.

Der gebürtige Oberschlesier wurde dann 1993 Präsident der Bundesanstalt für Arbeit. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2002. Die Jahre seines Wirkens in der Nürnberger Behörde sind untrennbar mit einem hohen sozialpolitischen Engagement und der Modernisierung der Arbeitsverwaltung verbunden. Einer der wegweisenden „Meilensteine“ seines Wirkens war die Dezentralisierung der Bundesanstalt. Aus Dienststellen wurden schrittweise leistungsfähige Dienstleistungseinrichtungen. In seine Amtszeit fiel die Aufbauarbeit einer funktionierenden Arbeitsverwaltung in den neuen Ländern.

Darüber hinaus hatte Bernhard Jagoda auch immer einen Kontakt zu Kommunalpolitik. So war er lange Jahre Stadtverordneter und CDU-Fraktionsvorsitzender in Schwalmstadt sowie Mitglied des Kreistags. In Partei engagierte er sich als Vorsitzender des Stadtverbandes und als Kreisvorstandsmitglied. Dazu sagte Siebert: „Trotz der vielfältigen Verpflichtungen im Amt und Mandat hat er sich stets um die Belange vor Ort gekümmert. In seiner freundlichen und zuverlässigen Art war er uns nicht nur ein wichtiger Ratgeber und eine immer helfende Hand. Besonders werden wir ihn als Freund in Erinnerung behalten. Ich persönlich, aber auch die Partei im Schwalm-Eder-Kreis haben ihm viel zu verdanken.“

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